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Farbe der Liebe

Sie sah ihm noch einige Sekunden nach, als er den Raum verließ. Es schien ihr unglaublich zu sein, denn damit hatte sie wahrlich nicht gerechnet. Er sagte, er habe sie gern. Schöne Worte, jedoch ernüchternd, wenn man den gesamten Verlauf der Konversation betrachten würde. Der ursprünglich blaue Himmel war nun von grauen, düsteren, bedrohlich wirkenden Wolken bedeckt. Sie fror. Auch die sonst so fröhlich singenden Vögel waren nicht mehr wahrnehmbar. Es war ihr immer noch nicht nachzuvollziehen, wie es so weit kommen konnte. Und es war doch alles so offensichtlich und schon in trockenen Tüchern. Trocken... draußen war es alles andere als trocken. Die Regentropfen krachten in vollster Brutalität auf die verdreckte, von Müll überwucherte, von Schlaglöchern übersäte Straße. Es wirkte alles so trist und machte einen Eindruck als ginge die Welt gleich unter. Den alten Mann, dessen eindeutiger Blick sie beinahe hätte erdrücken können, wollte sie nicht wahrnehmen. Er hat sie gern. Wie weh diese Worte ihr doch taten. Jemanden gern haben. Was ist das schon? Sein Verhalten, sein Lächeln, seine Blicke, alles schien so eindeutig. Sie wollte es immer noch nicht wahrhaben. Der Schlüssel passte. Niemand war zu Hause. In der Küche war das Essen schon vorbereitet., daneben das scharfe Küchenmesser. Das Essen schmeckte abscheulich. Zumindest schien es ihr so. Selbst das Schlucken fiel ihr schwer. Jeder Bissen nahm qualvolle Formen an. Sie ließ sich Badewasser ein. Es erschien ihr so kalt, jedoch wurde ihr immer wärmer, als sie sah, wie sich der körpereigene Saft mit dem kalten Wasser vermengte und eine wunderschöne Farbe annahm, die Farbe der Liebe...

(c) Norman Knaus (16.12.2005)

Beglaubigung/Zeitstempel

Jegliche Verwendung und Vervielfältigung des Textes ist ohne Genehmigung des Autors untersagt !
19.6.06 16:31
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kerstin / Website (8.9.06 22:23)
Hey Normi, ich hab mir den Text erneut durchgelesen und dabei ist mir was aufgefallen.

Du schreibst als erstes, die schaute ihm hinterher, als er den raum verließ.. doch plötzlich ist sie auf der Straße und freut sich dass ihr schlüssel passt.

Viellecht hab ich das auch nur falsch verstanden, aber ich wollte es mla gesagt haben

Liebe Grüße
Kerstin


Norman / Website (9.9.06 13:50)
MöP^^ Kurze Erklärung dazu:

Die beiden befinden sich zuerst in einem Raum, welcher ja nicht die Wohnung einer der Personen sein muss... er geht... kurz darauf geht sie dann auch Der Schlüssel passt ja erst, als sie dann bei sich zu Hause zur Tür rein will -g- Und ob sie sich da gefreut hat... ich weiß nicht xD

Gruß,
Norman

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