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Subway to Sally am 16.04.2006 in Aschaffenburg

Ort: Aschaffenburg
Location: Colos-Saal

Einlass: 20.00 Uhr
Beginn: 21.00 Uhr

Nach knapp 1 1/2 Stunden Zugfahrt in Aschaffenburg angekommen, machten wir uns erstmal auf die Suche nach dem Colos-Saal. Keiner von uns wusste, wie die Location aussieht und niemand von uns kannte sich wirklich in Aschaffenburg aus. So vertrauten wir einem recht undeutlich gedrucktem Stadtplan. Nach gut 45 Minuten Suche fanden wir es dann auch. Von außen sah das alles recht klein aus. Es machte mehr den Eindruck eines kleinen Restaurants, da man von außen nur Einblick in die "Jazz-Küche" hatte.

Nach einiger Zeit tummelten sich auch immer mehr Leute vor dem Colos-Saal. Von langen Mänteln bis hin zu Kilts war so ziemlich alles zu sehen, was das Schwarzvolk zu bieten hat. Der Konzertsaal öffnete gegen 19.40 Uhr schon die Tore und so war auf jeden Fall noch genug Zeit, sich in aller Ruhe am Merchandise-Stand umzuschauen und sich mit T-Shirts, CDs, Postern und allerlei anderer Dinge einzudecken. Das Bühnenbild war sehr schön gestaltet und bestand aus aus einigen mit Efeu bewachsenen Stühlen, die dank der Beleuchtung wunderschöne Farben annahmen. Niemand wusste recht was ihn erwartet, da Subway to Sally auf der NACKT-Tour erstmals akustisch auftraten. So wurde die Band, als sie pünktlich um 21.00 nach und nach die Bühne betrat und begann das Intro zu spielen mit tosendem Applaus begrüßt. Nach Eric Fishs obligatorischem "Hallo Freunde!" legten sie mit "Böses Erwachen" los. Unter dem Publikum waren so ziemlich alle Altersgruppen von 10 Jahren bis hin in die 50er vertreten, was durchaus für die Musik spricht. Man merkte schnell, dass "akustisch" nicht gleich bedeutet, dass es ruhig und langweilig wird. Die Fans schienen - zumindest in den vorderen Reihen - sehr textsicher zu sein. Die Stimmung war einfach klasse. Es wurde getanzt, gesungen, geklatscht und gefeiert. Auch zu Ostern gab es einige lustige Kommentare. So gilt Ostersonntag nun als "der Tag, an dem der Herr starb" (Zitat: Eric Fish). Auch das penetrante Fotografieren und Filmen einiger Leute wurde seitens Eric Fish kritisiert. So sprach der Herr: "Früher war es noch so, dass die Leute ihre Kamera ein paar Sekunden hochhielten, ihr Foto machten und sie dann wieder runternahmen. Heute sehe ich hier einige Cams, die ´ne halbe Stunde oben sind." Besonders interessant ist auch das "Fingerspiel" zu "Sieben" anzusehen, bei dem nicht wie gewohnt Daumen und Zeigefinger der übrigen Hand verwendet werden, sondern an Stelle des Daumens der kleine Finger Gebrauch findet. Nach einigen Liedern, unter jenen sich auch "Der Baum" und "Mephisto" befanden, folgte "Kleid aus Rosen". Wohl einer der bekanntesten Titel der Band, den wohl ausnahmslos jeder mitsingen konnte. Die akustische Darbietung unterschied sich jedoch nicht von der Akustik-Version, welche bereits auf "Herzblut" zu finden war. Nach "Kleid aus Rosen" folgten der "Abgesang" und das nächste Highlight "Unterm Galgen", welches - wie fast jedes Lied - auch mit einem starken Hauch von Humor und Selbstironie angekündigt wurde. Nach der Darbietung von "Die Braut", "Der Bräutigam" und "Carrickfergus" verließ die Band erstmals die Bühne. Nachdem ein paar vereinzelte "Zugabe"-Rufe ertönten begann die ganze Halle, "Julia und die Räuber" anzustimmen. So nahmen sich die Spielleute ein Herz und kehrten zurück. Nachdem im Publikum wieder Ruhe eingekehrt war, stimmten sie das Schlaflied, ein Lied, welches - wie Bodenski sagte - davon erzählt, "wie ein junger Herr auf eine sehr romantische Art und Weise versucht, ein Mädchen zum Geschlechtsverkehr zu überreden", an. Des Weiteren spielten sie im 1. Zugabenblock "Ohne Liebe", den passenden Gegensatz zum "Schlaflied". Dann verschwanden sie wieder und sangen, als sie die Bühne wieder betraten, gemeinsam mit dem Publikum "Julia und die Räuber". Im 3. Zugabenblock folgten "Lacrimae'74", "Feuerkind" - das Lied, auf das ich das ganze Konzert lang wartete - und das "Seemannslied". "Feuerkind" wurde sehr gefühlvoll gesungen und der Refrain sehr ruhig performt. Genauso, wie ich es immer mal hören wollte. Ein sehr schöner Special-Effect: Erics Hand fing plötzlich Feuer. Auch bei "Feuerkind" sang die gesamte Halle mit, was besonders gut bei Mr. Fish ankam und als sehr berührend beschrieben wurde. Zum letzten Titel des Abends wurde das Publikum aufgefordert, die Feuerzeuge in die Höhe zu halten. Ein sehr schöner Anblick, wenn man sich mal nach hinten umdrehte. Somit konnte ein hervorragender Abend schön ruhig ausklingen.

Die Songauswahl hätte man besser nicht treffen können. Ein hervorragender Mix aus tanzbaren und ruhigen Songs. Band und Publikum waren wirklich in Bestform. Die Luft im Colos-Saal war nicht gerade von bester Qualität, sodass sogar 2 Besucherinnen umkippten. Schlimm wird es wirklich, wenn man auch noch einen Kettenraucher neben sich stehen hat, womit ich mich mal für ein Rauchverbot auf öffentlichen Veranstaltungen aussprechen möchte. Ansonsten hätte man sich vielleicht einfach eine Flasche Wasser mitnehmen sollen. Letztendlich ging man jedoch mit einem guten Gefühl nach Hause. Subway to Sally... eine Band, die man live einfach nur empfehlen kann.

Weitere Zitate zum Schmunzeln:

1. Eric verlangte eine Stadt mit 3 Silben. Publikum: "ASCHEBESCH!"
2. Eric: "Ihr seid ja so aufmerksam, dass es schon weh tut."
3. Eric: "Ihr seid ja so.... hach."

© Norman Knaus


Setlist

Intro
Böses Erwachen
Das Rätsel 1
Minne
Der Baum
Horo
Der Hofnarr
Sieben
Element des Verbrechens
Kruzifix
Alle, psallite cum luya
Mephisto
Das Rätsel 2
Kleid aus Rosen
Abgesang
Unterm Galgen
Maria
Liebeszauber
Die Arche
Sag dem Teufel
Die Braut
Der Brätigam
Carickfergus
-----------------------------
Schlaflied
Ohne Liebe
-----------------------------
Julia und die Räuber
-----------------------------
Lacrimae'74
Feuerkind
Seemannslied
22.6.06 16:08
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lari / Website (22.10.06 13:21)
awwwwwwwww du warst aufn subway to sally konzert O.O ich beneiiide dichh ô.ô

ich liiiiebe diese band <333

LG:D

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